Wie Mitglieder beitreten
Ein Mitglied kann auf vier Wegen in den Club kommen: über das Registrierungsformular, das es selbst ausfüllt, über eine Schnellregistrierung am POS (die Kassenkraft tippt nur eine Telefonnummer ein — den Rest ergänzt das Mitglied später über einen Link), über eine vollständige Registrierung aus einem anderen Kanal (Self-Order-QR-Karte, Online-Bestellung — alle Felder werden sofort erfasst) oder über einen Import. Jedes Mitglied trägt eine Registrierungsquelle, die festhält, über welchen Weg und aus welchem System es kam. Der schnelle Weg ist der, der für Verwirrung sorgt: Diese Mitglieder erscheinen zu Recht ohne Namen und ohne Einwilligungen, und die Plattform fordert die fehlenden Daten für Sie nach.
Was jedes Mitglied irgendwann braucht
Unabhängig vom Weg besteht ein vollständiges Mitglied aus zwei Dingen:
- Ein Identifikationsmerkmal — eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse. Eines von beiden genügt, um das Mitglied anzulegen; darüber identifiziert die Plattform es und versendet an es.
- Die Pflichtfelder Ihres Registrierungsformulars — in der Regel Name, Nutzungsbedingungen und DSGVO-Einwilligung.
Die Wege unten unterscheiden sich nur darin, wann der zweite Teil erfasst wird: alles auf einmal oder später.
Marketing-Einwilligungen (SMS, E-Mail, Push) dürfen nie verpflichtend sein — die DSGVO verlangt eine freie Entscheidung. Ein Mitglied kann vollständig sein und trotzdem jede Marketing-Einwilligung ungesetzt haben; Kampagnen überspringen es dann, bis es zustimmt.
Weg 1 — Das Registrierungsformular
Das Mitglied füllt Ihr öffentliches Registrierungsformular selbst aus — aus der Loyalty-Webapp, über einen QR-Code, über einen Link in einer Kampagne. Alle als Pflicht markierten Felder werden erfasst, bevor das Mitglied existiert. Danach bleibt nichts offen.
Weg 2 — Schnellregistrierung am POS
Der schnellste Weg, jemanden an der Kasse aufzunehmen, und genau dafür ist er da: An einer vollen Theke tippt niemand ein komplettes Formular.
- Der Gast stimmt dem Beitritt zu.
- Die Kassenkraft fragt nach der Telefonnummer (seltener nach einer E-Mail-Adresse) und gibt sie im POS ein.
- Der POS sendet sie an die Plattform, und das Mitglied wird sofort angelegt — mit nichts außer dieser Telefonnummer.
- Die Plattform schickt dem Mitglied eine SMS oder E-Mail mit der Bitte, die Registrierung abzuschließen, mit der Vorlage, die Sie unter Rechtliches konfiguriert haben. Die Nachricht enthält einen Link zu Ihrem Registrierungsformular.
- Das Mitglied tippt auf den Link, füllt die Pflichtfelder aus und ist vollständig.
Bis dahin bleibt es unvollständig — und wird bei jedem Öffnen der Loyalty-Webapp zurück auf das Formular geleitet. In der Zwischenzeit geht nichts verloren: Es sammelt ab dem ersten Bon.
Wie ein unvollständiges Mitglied aussieht
Nur Telefonnummer, kein Name, keine E-Mail, kein Geburtstag, alle Einwilligungs-Kästchen leer — während die Aktivitätschronik bereits Käufe, Punkte und die versendete Abschlussnachricht zeigt.

Das ist so erwartet und kein Datenproblem. Ein Club mit Schnellregistrierung hat immer eine Gruppe von Mitgliedern zwischen Schritt 3 und Schritt 5.
Weg 3 — Vollständige Registrierung aus einem anderen Kanal
Dieselbe Verbindung, die der POS nutzt, kann das ganze Formular übertragen, nicht nur eine Telefonnummer. Überall dort, wo dem Gast ein richtiger Registrierungsbildschirm gezeigt werden kann — eine Self-Order-QR-Karte, ein Online-Bestellshop, ein Kiosk, die eigene App des Partners —, kann dieser Kanal alle Felder inklusive Einwilligungen erfassen und auf einmal senden.
So angelegte Mitglieder sind von der ersten Sekunde an vollständig: keine offenen Felder, keine Abschlussnachricht, keine Umleitung beim Öffnen der Webapp.
Welchen der beiden Wege ein Kanal nutzt, entscheidet derjenige, der die Integration gebaut hat — pro Kanal. Sehr häufig hat ein Club beides: Schnellregistrierung an der Kasse, vollständige Registrierung auf der QR-Karte.
Für Ihren Integrator — wo die technischen Details stehen
Beide Wege sind derselbe Registrierungsaufruf, nur mit unterschiedlich vielen Daten. Die Feldliste, die Einwilligungs-Flags und die Felder der Registrierungsquelle sind für Entwickler in der Entwicklerdokumentation beschrieben. Auf dieser Seite muss nichts von Hand konfiguriert werden — Ihr POS- oder Bestellpartner entscheidet, welche Felder gesendet werden.
Weg 4 — Import
Ein einmaliger oder regelmäßiger Massenimport aus einer Datei, für Mitglieder, die Sie schon vor dem Start des Clubs hatten. Siehe Mitglieder importieren.
Wo der Weg eines Mitglieds festgehalten wird
An zwei Stellen im Mitgliederprofil:
- Die Aktivitätschronik — der älteste Eintrag jedes Mitglieds ist sein Beitritt, z. B. Joined the program from MemberAction.
- Das Edit-Fenster — Registration source name (der Name des Systems, das die Registrierung gesendet hat — Ihr POS, Ihr Bestellkanal) und Registration source type (z. B.
App). Beide sind schreibgeschützt.

Das ist die Antwort auf "Woher kommen diese Mitglieder?" — und, wenn eine Gruppe von Mitgliedern mit nichts als einer Telefonnummer auftaucht, die Antwort auf "Warum sehen die so leer aus?".
Was für den schnellen Weg zu konfigurieren ist
Eine einzige Karte auf der Seite Rechtliches: Member consent settings.

- Active — eingeschaltet, sonst wird nichts gesendet und schnellregistrierte Mitglieder bleiben für immer unvollständig.
- How to send — der Kanal, über den nachgefasst wird: SMS oder E-Mail. Üblich ist SMS, weil auf dem schnellen Weg meist nur eine Telefonnummer vorliegt.
- Communication template — die Nachricht selbst, ausgewählt aus Ihren Kommunikationsvorlagen.
Die Vorlage hat eine harte Anforderung: Sie muss den Consent request link enthalten, eingefügt über Select magic links im Vorlageneditor. Dieser Magic Link bringt das Mitglied zu seinem eigenen Registrierungsformular. Eine Vorlage ohne ihn sendet eine Nachricht, auf die das Mitglied nicht reagieren kann.

Fallstricke
5 Dinge, die bei der Schnellregistrierung auftauchen
- Leer wirkende Mitglieder sind der funktionierende Ablauf, kein Fehler. Telefonnummer, kein Name, keine Einwilligungen — genau das erzeugt Schritt 3. Prüfen Sie die Registrierungsquelle, bevor Sie es als Datenqualitätsproblem behandeln.
- Keine Einwilligung heißt kein Marketing-Versand. Bis das Mitglied das Formular abschließt, überspringen Kampagnen es beim Versand. Es sammelt weiter und taucht weiter in Berichten auf — es empfängt nur nichts.
- Die Abschlussnachricht geht einmal raus, bei der Registrierung. War die Nummer vertippt, empfängt niemand etwas und das Mitglied bleibt unvollständig. Die einzige echte Abhilfe ist, dass die Kassenkraft die Nummer an der Kasse nachfragt.
- Eine Vorlage ohne Consent request link ist eine Sackgasse. Das Mitglied bekommt eine nette Nachricht und keine Möglichkeit zu handeln. Fügen Sie den Link über Select magic links ein, nicht durch Einfügen einer URL.
- Ein Feld zur Pflicht zu machen betrifft auch die unvollständige Gruppe. Fügen Sie dem Registrierungsformular ein Pflichtfeld hinzu, wird es auch von den Mitgliedern verlangt, die noch bei Schritt 4 warten — sie schließen gegen das Formular ab, wie es beim Öffnen aussieht.